- ALLGEMEINE INFORMATIONEN EDELSTEINE -
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| Wissenswertes und die Beurteilung von Diamanten | ||
| Verschiedene Schliffformen: | ||
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| Die 4C | ||
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Für die Beurteilung von Qualität und Wert eines Diamanten gibt es international vier entscheidende Kriterien, die sog. "4C". 1. CARAT ( GEWICHT ) am
Beispiel Brillantschliff
2. CLARITY ( REINHEIT ) am
Beispiel Brillantschliff
3. COLOUR ( FARBE ) am
Beispiel Brillantschliff
4. CUT ( SCHLIFF ) am
Beispiel Brillantschliff Der Finishgrad bildet sich aus der Bewertung von Symmetrie und Politur. Die Symmetrie bewertet Mängel, die geeignet sein können, die Brillanz (stark) zu beeinträchtigen. Derartige Mängel werden als Symmetriemerkmale bezeichnet. Der Schliff ermöglicht dem Diamanten den bestmöglichen Gebrauch des Lichts. Ist ein Diamant in den optimalen Proportionen geschliffen, so wird das eingefallene Licht an den Unterteilfacetten total reflektiert und entweicht direkt oder in den Spektralfarben gebrochen aus dem Oberteil zurück zum Betrachter. Ist der Schliff zu hoch oder zu flach, entweicht Licht nach unten und wird nicht zum Betrachter reflektiert.
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| Nomenklaturen | ||
| Sind die Grundlage jeder Diamanten Graduierung. Darunter
versteht man Bezeichnungsvorschriften und Begriffsbestimmungen für die verschiedenen Qualitätsmerkmale der Diamanten. |
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Die 10 weltberühmtesten Diamanten
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Der Edelste unter den Edlen Diamant gilt als der König der Edelsteine, als Symbol für Reichtum
und erhabenen Schmuck. Er besitzt viele edle Eigenschaften, mehr als
jeder andere Edelstein.
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| Diamant & Härte 10
Diamant, der härteste Edelstein. Was sagt Härte 10 eigentlich konkret aus? Diese relative Härteangabe geht auf den Mineralogen Friedrich Mohs (1773-1839) zurück. Er stellte 10 Minerale auf, wobei das Mineral mit der höheren Zahl in der Lage ist, das in der Reihenfolge darunterliegende zu ritzen. Diamant ist demzufolge anoberster Stelle und kann durch nichts bezwungen werden. Die tatsächliche physikalische Härte wird bestimmt durch die Schleifhärte nach Rosival, eine Zahl, die den Widerstand eines Stoffes gegen Abschliff angibt. Dadurch wird die Überlegenheit des Superhartstoffes Diamant erst deutlich. Setzt man nach dem Rosival-Verfahren den Wert für Korund auf 1000, ergibt sich für Diamant der sagenhafte Wert 140.000, d.h. Diamant ist 140mal härter als Korund - also als die ebenfalls außerordentlich harten Edelsteine Rubin und Saphir -in der Mohs`schen Skala ist dies jedoch nur ein einziger Schritt: von 9 auf 10!
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Feste Bindung im Raumgitter
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Das Kohlenstoffatom hat die einzigartige
Eigenschaft, mit weiteren Kohlenstoffatomen eine sehr stabile Bindung
einzugehen. Das Kohlenstoff-Atom hat vier Außenelektronen. Als sehr
kleines Atom zieht der Kern seine Elektronen noch recht stark an, so
dass eine Ablösung nicht möglich ist.. Im Diamantgitter ist jedes
Kohlenstoffatom über seine Elektronen mit vier benachbarten
Kohlenstoffatomen fest verbunden, wodurch so ein dreidimensional
vernetztes Atomgitter entsteht. Aus den Atomabständen lässt sich
errechnen, dass entlang eines Millimeters von der Kante eines
Diamantoktaeders über 9.000.000 Kohlenstoffatome aneinandergereiht
sind!! Weil sich die vier bindenden Elektronenpaare zweier benachbarter
Atome in ihren Elektronenwolken gegenseitig abstoßen, sind die
Bindungen räumlich auf größtmöglichen Abstand fixiert; in
tetraedrischer Anordnung. Diese außergewöhnlich festen Bindungen machen den Diamanten zum härtesten und am schwersten deformierbaren Kristall. Daß man Diamant überhaupt bearbeiten kann, beruht auf unterschiedlich dichten Atombesetzungen in verschiedenen kristallographischen Richtungen. |
| Die feste Bindung der Kohlenstoffatome im Diamant
erklärt noch weitere Eigenschaften: Hervorragende Wärmeleitfähigkeit Wärmeschwingungen breiten sich rasend schnell im Gitter aus. Hohe Lichtbrechung Klarheit Elektrisch isolierend Hoher Schmelzpunkt
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Entstehung & Fundstellen
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Finsch Mine in der nördlichen Kapprovinz 1965 in Betrieb genommen
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Diamanten entstanden tief im inneren unserer Erde vor Milliarden Jahren. Unter enormer Hitze und Druck kristallisierte der Kohlenstoff im Schmelztiegel glühender Lava zu Diamantkristallen. Durch vulkanische Eruptionen wurden die Kristalle auf verschiedenen Kontinenten - Afrika, Russland, Australien,... - durch enge Schlote, so genannte Pipes ans Tageslicht befördert und kühlten in den Kimberlitschloten an der Erdoberfläche ab. Diese Schlote sind heute bekannte Primärfundstellen für Diamanten. Aus der berühmtesten Pipe, der Kimberley-Mine in Südafrika, wurden insgesamt 14,5 Millionen Carat Diamanten - fast 3 Tonnen - gewonnen. Neben den Pipes gibt es auch zahlreiche Sekundärlagerstätten. |
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Sie rühren davon her, dass die oberen Landschichten im Laufe der Zeit abgetragen oder fortgeschwemmt wurden und damit auch die diamantgefüllten Pipes in ihren obersten Teilen ausgeräumt wurden. Die Diamanten wanderten mit dem Wasser und dem Schutt in andere Gebiete und sogar ins Meer. Dementsprechend gibt es solche alluvialen Lagerstätten in Flusstälern, alten Talterassen und sogar in den Brandungszonen der Meere (Atlantikküste vor Namibia).
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| Wertschöpfung
Je seltener etwas ist, umso kostbarer wird es. Aus Härte und
Seltenheit der Kristalle resultierten die hohe symbolische Stellung
bereits im alten Indien als auch in anderen frühen Kulturen. Mit
Ausbreitung des Christentums und damit dem Abbau mythisch- magischer
Vorstellungen sank in Westeuropa die Wertschätzung des Diamanten. Erst
die Verbreitung und Vervollkommnung der Schleifkunst gaben ihm seine führende
Position zurück.
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Erst der Schliff bringt die Schönheit zum Ausdruck
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Diamant oder Brillant?
Diamant bezeichnet das eigentliche Mineral. Brillant hingegen ist die Bezeichnung für einen Diamant im klassisch, runden Schliff mit 57 Facetten. Der Brillantschliff ist die bedeutendste und auch eine der wirkungsvollsten Schliffarten, voller Symmetrie und Lichtentwicklung. |
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So entsteht ein Brillant
Schon mit dem ersten Arbeitsgang - Beurteilen und Markieren - ist das
meiste Geld zu gewinnen oder zu verlieren. Es muss ein Kompromiss
gefunden werden zwischen dem geringen Gewichtsverlust, hoher Reinheit,
optimaler Proportion und schneller Bearbeitung.
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Das Sägen - oder richtiger: Trennschleifen - geschieht in Vorrichtungen, die es durch die entsprechende Halterung ermöglichen, den Diamanten variabel zu belasten und ihn leicht gegen eine mit 8000 - 10000 U/min rotierende kleine Trennscheibe aus Phosphorbronze zu pressen. Der Außenrand dieser Scheiben, die Blattstärken von 0,004 bis 0,2 mm haben, wird während des Trennschleifvorgangs mehrmals mit einer Diamantpulver-Öl-Emulsion belegt.
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Zum Reiben (Rundieren) benutzt man eine drehbankähnliche Vorrichtung und einen Hartholzstock, den sog. Reibestock. Ein Rohstein wird dabei auf die Drehbankspindel gekittet, ein zweiter am Ende des Schneidstockes befestigt. Gegen den mit hoher Drehzahl rotierenden Stein wird von Hand der auf dem Schneidstock befestigte Diamant gepresst. Unter grobem Abrieb erhalten so beide Steine die gewünschte, runde Grundform.
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Das Schleifen und Polieren der Facetten geschieht auf horizontal
laufenden, porösen Graugussscheiben. Diese schwingungsfrei gelagerten
Scheiben laufen mit einer Geschwindigkeit von 2000-3000 U/min. Diese
Schleifscheiben werden mit einer Diamantpulver-Öl-Emulsion belegt. Der
Diamant wird in einer sog. Doppe befestigt.
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| Tragehinweise und Pflege
• Diamanten brauchen Pflege, um ihre Brillanz voll zu entfalten. Ein sauberer Diamant reflektiert nicht nur das Licht besser, er erscheint auch größer als einer, der durch Handcreme, Seife, Kosmetika oder Fett "getrübt" ist. Diamanten ziehen Fette an und sollten von Zeit zu Zeit gereinigt werden, um immer im vollen Glanz zu Strahlen. • Ob man Diamantschmuck auch bei der Gartenarbeit oder beim Sport tragen soll, hängt ausschließlich vom Design ab. Obwohl Diamanten extrem hart sind, können sie durch einen Schlag in Spaltrichtung zerspringen. • Achten sie auf getrennte Aufbewahrung ihrer Schmuckstücke, denn Diamanten können andere Diamanten oder Edelsteine zerkratzen. • Lassen Sie Ihren Diamantschmuck mindestens einmal im Jahr vom Juwelier überprüfen und reinigen. Wir kontrollieren die Fassungen und bringen die Diamanten wieder zum Funkeln.
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